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Die Narkose

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen einer Injektionsnarkose und einer Inhalationsnarkose.

Bei der Injektionsnarkose wird das Narkosemittel durch eine Injektion verabreicht, bei der Inhalationsnarkose durch die Zufuhr von Sauerstoff-Narkosegasgemisch über die Lunge zugeführt.

Die Inhalationsnarkose ist aufwändiger und teurer, hat aber den Vorteil, dass sie besser steuerbar ist und der Patient aktiv beatmet werden kann.

Der Inhalationsnarkose und ggf. auch der Injektionsnarkose geht eine so genannte Prämedikation voraus. Hier werden verschiedene Medikamente zur Beruhigung (Sedation), gegen Wasseransammlung in der Lunge und zur Schmerzlinderung verabreicht und dienen somit der sicheren Durchführung der Narkose.

Wurde Ihr Tier zur Operation mit einer „Inhalationsnarkose“ anästhesiert, so ist es unmittelbar nach Abstellen der Narkosegaszufuhr wieder wach und ansprechbar, durch die Wirkung der Prämedikation aber noch etwa für 8-12 Stunden ruhig gestellt.

Erfahrungsgemäß neigen etwa 10% der Tiere nach der Inhalationsnarkose zum Fiepen und Jaulen. Es handelt sich in aller Regel nicht um Schmerzäußerungen – das mit der Prämedikation verabreichte Morphiumderivat ist etwa 30 x stärker schmerzlindernd wirksam als reines Morphium und hält ca. 10 Stunden vor.

Nach 10 Stunden sind die akuten Wundschmerzen der meisten Operationen abgeklungen – Ihrem Tier wird es am nächsten Tag wieder gut gehen, was sich darin äußert, dass es Nahrung und Wasser zu sich nimmt. Die ggf. noch vorhandenen Schmerzen können dann mit „normalen“ Schmerztabletten weiter behandelt werden.

Narkosen setzen vorübergehend die Wärmeregulations-Mechanismen des Organismus außer Kraft. Während
der Narkose wird Ihr Tier mit Wärmekissen warm gehalten. Sehr wichtig ist aber auch das Warmhalten nach Operationen – vor allem bei kleinen und dünnen Tieren, die schnell auskühlen. Daher legen Sie Ihr Tier zu Hause an einen warmen Ort und decken es zu. Befeuchten Sie gelegentlich die Maulschleimhaut und die Zunge, bis Ihr Tier wieder von alleine Wasser aufnimmt.

Standardmäßig werden alle chirurgischen Eingriffe mit Inhalationsnarkose durchgeführt (die Narkose wird durch ein Narkosegas-Sauerstoffgemisch aufrecht erhalten, welches über einen Schlauch direkt in die Lunge geführt wird).

Es erfolgt bei jeder Narkose eine Überwachung des Patienten durch Pulsoximetrie (Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes).

Bei der intubierten Inhalationsnarkose besteht zusätzlich die Möglichkeit der Kapnographie (Messung des Kohlendioxid-Gehaltes des Blutes).

Als ein weiterer u.U. lebensrettender Vorteil kommt bei der Inhalationsnarkose hinzu, dass bei intubierten Patienten Narkosezwischenfälle in Form von Atemstillständen souverän beherrscht werden können.